Mariazell 2025
Distanz: 134 km
Höhenunterschied: +4.550 / - 3.970 hm
Gesamtzeit: 30 Stunden
Zeit in Bewegung: 24:55:33,00
Seit 2017 ist es ein liebgewonnene Tradition, dass ich einmal im Jahr zu Fuß nach Mariazell aufbreche. Heuer war es anlässlich der Schulwallfahrt des "Bildungscampus Flora Fries" ungewöhnlich früh für meine Verhältnisse geplant.
Wie bereits im vergangenen Jahr habe ich es als Nonstop "Wander-Lauf" geplant. Die Idee war, dass ich die Schul-Wallfahrt auf Ihrer letzten Etappe (vom Gscheid nach Mariazell) einhole.
Daher bin ich am Freitag nach der Arbeit gestartet. Der "Wettergott" war mir hold und bei spätsommerlichen Verhältnissen kam ich gut voran. Die ersten 47km blieb ich auf der mir bekannten Strecke (Klosterneuburg bis zum Golfclub Wienerwald). Dann ging es (erstmals) über den Schöpfl nach Kaumberg. Von dort sollte es am "Wiener Wallfahrerweg" bis nach Mariazell weitergehen. Nach einem Abendessen beim Kirchenwirt (in Kaumberg) ging es auf einen Streckenabschnitt, den ich erst ein einziges mal bewältigt hatte. Meine nächtliche Tour führte mich von Kaumberg über die Ruine Araburg, das Kieneck, den Untersberg, Rohr im Gebirge und die Kalte Kuchl nach St. Ägyd am Neuwalde. Nach einem stärkenden Frühstück ging es weiter auf das Gscheid. Dort hatte ich Gelegenheit meinen Laufrucksack gegen den Wanderrucksack (da wir ja übers Wochenende in Mariazell bleiben wollten) zu tauschen. Fast im Zeitplan machte ich mich in Richtung Wuchtlwirtin auf, wo ich die Schulwallfahrt (und somit meine Frau) einholen wollte. Schneller als geplant brachte ich das Teilstück hinter mich - aber als ich bei der Wuchtlwirtin eintraf war keine Spur der Schulwallfahrt zu erkennen. Nichts desto Trotz musste ich etwas essen - und ich erfuhr, dass sie knappe 10 Minuten vor meiner Ankunft die Lokalität verließen. Nach knappen 15 Minuten war ich auf der Strecke, wohlwissend (und berechnend) dass ich schnell sein musste um sie noch vor dem Habertheurersattel "abzufangen". Nach 128km und auf dem letzten Anstieg zum Habertheurersattel hatte ich meine Frau "wiedergefunden" ;-). Das letzte Stück zum Sattel gingen wir gemeinsam, bevor sich unsere Wege wieder trennten. In "alter Tradition" ging ich über die Bürgeralpe (da ich es liebe ein Bier in der Edelweiss Hütte zu trinken - in der Gewissheit, dass es nur mehr nach Mariazell "hinunter" geht, ) während der Pilgerweg nach St. Sebastian hinunterführt und dann über diverse Kapellen & Marterln wieder hinauf nach Mariazell. Oben auf der Bürgeralpe angekommen trank ich mein Bier und legte mich kurz in die Wiese - nur um mich kurze Zeit später auf den Abstieg zu begeben. Wie geplant traf ich pünktlich um 14:30 Uhr direkt mit der Pilgergruppe (des Bildungscampus) vor der Basilika zusammen. Nach dem obligatorischen Foto folgte der Einzug zum Marienaltar. Da ich das in dieser Art das erste Mal erlebte muss ich auch sagen es war sehr schön und war ein "ganz neues ankommen". Während die Pilgergruppe dann eine Pilgermesse im großen Pfarrsaal feierte, musste ich meinen menschlichen Erfordernissen und der großen Anstrengung und Entbehrung am Weg geschuldeten Bedürfnissen der Nahrungsaufnahme frönen (aber dazu zu einem späteren Zeitpunkt mehr Info).
Nach der Abreise aller Wallfahrer ließen wir zu dritt (meine Frau, eine ihrer Arbeitskolleginnen und ich) den angebrochenen Tag mit Jause beim "Pirker", Wellness und Abendessen ausklingen.
Am Sonntag Morgen ging es dann über die Bürgeralpe und die Wuchtlwirtin zurück auf Gscheid, wo unser Auto geparkt war. Das hieß nochmals gute 20 km und +570 hm Mehrbelastung für mich. Da es mir aber bis auf eine einzige Blase erstaunlich gut ging war das ein wunderschöner Abschluss eines "Activity-Wochenendes".








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